1. Klassische Homöopathie
„Nichts ist hinderlicher für die Heilung, als ein
häufiger Wechsel der Arznei" (lat. Sprichwort“)
Das Wort „Homöopathie“ stammt aus dem altgriechischen
- hómoios‚ und
bedeutet gleich, gleichartig, ähnlich sowie
- páthos, das bedeutet Leid, Schmerz, Affekt,
Gefühl‘; wörtlich also „ähnliches Leiden“
Daraus lässt sich das Prinzip der Homöopathie ableiten.
Sie arbeitet nach dem Ähnlichkeitsprinzip:„similia similibus curentur“ = „Ähnliches möge durch Ähnliches behandelt werden“
Begründer der Homöopathie war Christian Friedrich Samuel Hahnemann
(10.04.1755 in Meißen geboren, 02.07.1843 in Paris gestorben).
Er arbeitete als Arzt, Chemiker und Apotheker und war sehr unzufrieden mit dem
damaligen medizinischen System. Aus diesem Grund wollte er eine sanfte,
aber auch zugleich wirksame Therapie. Der Selbstversuch Hahnemanns mit
China-Rinde im Jahre 1790 gilt als Geburtsstunde der Homöopathie. Er stellte fest, dass
China-Rinde die gleichen Beschwerden an Gesunden auslöste wie die Symptome der Malaria.
Alle homöopathischen Arzneimittel werden zuerst an Gesunden getestet.
Die Symptome die dabei jeder einzelne entwickelt, werden genauestens festgehalten und mit denen
der Kranken (ihrer Beschwerden) verglichen, um dann das für den Patienten passendste (ähnlichste)
Arzneimittel zu finden.
Die Homöopathie ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode.
Sie lässt sich als Regulations- bzw. Reiztherapie definieren.
Ihr Ziel ist es, die körpereigene Regulation mit Hilfe einer Arznei anzuregen, dem Körper
einen Reiz zu setzen, wodurch seine Selbstheilung angeregt wird.
Diese Arznei entspricht jedem einzelnen Kranken in seiner ganz individuellen Reaktionsweise,
das bedeutet sie wird für jeden Patienten ganz individuell heraus gearbeitet.
Dazu führe ich eine ausführliche Anamnese gemeinsam mit dem Patienten durch.
Wir erarbeiten zusammen alle Besonderheiten seiner Beschwerden. Wie zeigt sich die Beschwerde
(welche Symptome treten auf), was führt zu einer Verbesserung und was zu einer Verschlechterung.
Es ist auch wichtig für mich in der Anamnese herauszuarbeiten, was die ganz individuellen Eigenheiten
eines jeden einzelnen Patienten sind, um das ähnlichste Mittel für ihn zu finden. Dazu gehört zum
Beispiel Ess- und Trinkgewohnheiten, Schlaf, wie geht er mit Kummer und wie mit Freude um und, und, und.
Mit der Homöopathie können chronische und akute Beschwerden behandelt werden. Sie kann aber auch
begleitend zur Schulmedizin angewandt werden. Ich behandel sowohl Kinder als auch Erwachsene.
In der Homöopathie gibt es verschiedene Richtungen. Unter anderem die der klassischen
Homöopathie, die ich in meiner Praxis praktiziere. Ich verschreibe immer nur ein Mittel auf einmal,
also keine Komplexmittel. In der klassischen Homöopathie werden alle Potenzen benutzt, die ich
individuell auf jeden Patienten abstimme.
Woraus werden homöopathische Mittel hergestellt?
-aus allen Bereichen der Natur, wie:
- Mineralien (Beispiel: Natrium muriaticum = Kochsalz),
- Pflanzen (Beispiel: Blumen - Pulsatilla = Küchenschelle oder Bäume – Rubina = falsche Akazie)
- Tiere (Beispiel: Spinnen, Schlangen, Meerestiere, Säugetiere)
-Nosoden = Krankheitsprodukte und körpereigene Sekrete
-chemische Elemente und ihre Verbindungen (Beispiel Sulfur = Schwefel)
-Imponderabilien = stofflose Kräfte
Haben Sie weitere Fragen zur Homöopathie, dann stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Simone Heller